Der Korkgriff ist eines der zentralen Features unserer AERONOVA Hölzer. In Kombination mit unserem modernen PA-CF Hybrid-Kern sorgt er für ein einzigartiges Spielgefühl, verbessert den Grip und meistert die Herausforderung „Schweiß“ auf eine Weise, die herkömmliche Holzgriffe nicht bieten können.
Doch wie pflegt man dieses Naturmaterial richtig – und muss man es überhaupt behandeln? Die kurze Antwort lautet: Weniger ist mehr. Die physikalische Begründung erfährst du hier.
Warum Kork (und die AERONOVA-Technologie) so gut funktioniert
Kork ist ein faszinierendes Naturmaterial. Entgegen der weitläufigen Meinung, er würde sich wie ein Schwamm vollsaugen, ist er physikalisch betrachtet ein geschlossenzelliges System.
- Zellstruktur: Kork besteht aus ca. 40 Millionen mikroskopisch kleinen Luftzellen pro cm³, die durch das Biopolymer Suberin versiegelt sind.
- Hydrophobe Eigenschaften: Während normale Holzgriffe (aus Limba oder Abachi) wie Bündel von Strohhalmen fungieren und Schweiß tief in den Kern saugen, bleibt die Feuchtigkeit bei Kork an der Oberfläche.
- Konstante Performance: Da der Schweiß nicht in den PA-CF Kern eindringen kann, bleibt das Gewicht deines Schlägers über die gesamte Spieldauer und über Jahre hinweg konstant. Es gibt kein „matschiges“ Feedback.
Verändert sich Kork mit der Zeit?
Ja – aber anders, als viele denken. Ein Korkgriff entwickelt eine Patina. Er wird mit der Zeit etwas dunkler und durch den Druck deiner Hand leicht verdichtet.
Wichtig: Das ist kein Verschleiß, sondern eine Veredelung. Der Griff passt sich ergonomisch an deine Hand an und fühlt sich oft erst nach der „Einspielphase“ perfekt an. Im Gegensatz zu lackierten Griffen arbeitet der Kork aktiv mit dir.
Der größte Fehler: Den Kork „schützen“ wollen
Viele Spieler neigen dazu, ihre Ausrüstung mit Ölen oder Lacken zu pflegen. Bei einem Korkgriff erreichst du damit jedoch genau das Gegenteil: Du zerstörst seine wichtigste Funktion.
Was du NICHT tun solltest:
- ❌ Versiegeln (Lack, Epoxy): Dies verschließt die Poren vollständig. Der Griff wird glatt, künstlich und verliert seine Fähigkeit, Feuchtigkeit für den Grip kurzzeitig zwischenzuspeichern.
- ❌ Öle oder Wachse (z.B. Leinöl): Diese ziehen in die Struktur ein und machen die Oberfläche langfristig „speckig“. Der natürliche Reibungswert sinkt – die Rutschgefahr steigt.
- ❌ Dry Coatings (Silikon/PTFE): Sie bilden einen Film, der die natürliche Haptik des Korks eliminiert.
Was ist wirklich sinnvoll?
✅ Die beste Lösung: Einfach so lassen
Der AERONOVA Korkgriff ist so konzipiert, dass er ohne jede Behandlung optimal funktioniert. Die Kombination aus dem steifen PA-CF Kern und der 1 mm Kork-Ummantelung ist ein geschlossenes System: Schweiß wird für den Grip genutzt, verdunstet aber in den Pausen blitzschnell wieder, anstatt ins Innere zu wandern.
✅ Reinigung (nur bei starker Verschmutzung)
Falls der Griff nach intensiven Trainingseinheiten einmal gereinigt werden muss:
- Wische ihn leicht mit einem feuchten Tuch ab.
- Bei stärkerer Verschmutzung kannst du den Griff auch unter fließendes Wasser halten. Die Kork-Griffschalenverbidung ist wasserunempfindlich. Die Griffschale ist komplett wasserdicht. Keine Feuchtigkeit dringt an das Holz im Griffkern (anders als bei herkömmlichen Holzgriffen)
- Verwende bei Bedarf eine ganz milde Seife.
- Lasse ihn an der Luft trocknen (nicht auf die Heizung legen!).
Keine aggressiven Reiniger. Kein Einweichen.
Fazit
Ein Korkgriff ist kein Hochglanzprodukt – und genau das ist seine Stärke. Er darf altern, er darf sich verändern und er darf benutzt aussehen. Denn genau dann liefert er die beste Performance.
Kurzform: Nicht versiegeln, nicht ölen, nicht „verbessern“. Einfach spielen. Der Rest passiert von selbst.